Etikettenprüfung für Lebensmittelhersteller
In der Produktion entscheidet sich die Kennzeichnungskonformität an einem einzigen Punkt: der Druckfreigabe. Danach ist jeder Fehler ein Kostenfaktor. Der Dekla Label Checker prüft Etikettenentwürfe gegen die LMIV, bevor sie in Druck gehen — und wiederholt das bei jeder Rezepturänderung ohne zusätzlichen Aufwand.
Der typische Ablauf im Betrieb
Die Kennzeichnung entsteht selten an einer Stelle. Die Rezeptur kommt aus der Entwicklung, die Nährwerte aus dem Labor, das Layout von einer Agentur, die Freigabe erteilt die Qualitätssicherung. Zwischen diesen Schritten gehen Angaben verloren oder veralten.
Besonders anfällig sind Produkte, die sich fortlaufend ändern: eine ausgetauschte Zutat, ein neuer Lieferant, eine angepasste Rezeptur. Das Layout wird dabei oft nur teilweise nachgezogen.
Was in der Praxis am häufigsten auffällt
- Allergene nicht hervorgehoben: die Allergene stehen im Zutatenverzeichnis, sind aber nicht vom übrigen Text abgesetzt, wie es Artikel 21 LMIV verlangt.
- Reihenfolge im Zutatenverzeichnis: nach einer Rezepturänderung stimmt die absteigende Gewichtsreihenfolge nicht mehr.
- Nährwerttabelle veraltet: die Rezeptur wurde angepasst, die Analysewerte nicht.
- Schriftgröße unterschritten: beim Umbruch auf ein kleineres Format rutscht die x-Höhe unter 1,2 mm.
- Fehlende Losnummer: im Entwurf als Platzhalter vorgesehen, in der Druckdatei nicht mehr enthalten.
Wie sich die Prüfung einfügt
- Vor der Druckfreigabe: der Entwurf wird hochgeladen und binnen Minuten gegen die Pflichtangaben geprüft — als letzter Schritt vor der Freigabe.
- Bei Rezepturänderungen: die geänderte Fassung wird erneut geprüft; die Historie zeigt, was sich gegenüber der Vorversion verschoben hat.
- Für ganze Sortimente: die Massenverarbeitung prüft eine größere Zahl Etiketten in einem Durchgang, etwa nach einer Rechtsänderung.
- Als Nachweis: jede Prüfung bleibt mit Datum und Ergebnis gespeichert und lässt sich als Bericht ablegen.
Was die Qualitätssicherung davon hat
Der Nutzen liegt weniger im Auffinden exotischer Fehler als in der Gleichmäßigkeit: Jedes Etikett wird gegen dieselbe Kriterienliste geprüft, unabhängig davon, wer gerade Zeit hat und wie spät es ist.
Das Ergebnis ist strukturiert statt narrativ — eine Bewertung je Kriterium mit Begründung. Damit lässt sich gezielt nacharbeiten, statt einen Fließtext zu interpretieren.
Verantwortung bleibt im Haus
Die Prüfung ist ein Assistenzsystem für qualifiziertes Personal, keine Rechtsdienstleistung. Die Letztverantwortung für die Verkehrsfähigkeit und die finale Freigabe von Kennzeichnungen verbleibt beim Inverkehrbringer.
Vor kostenintensiven Schritten — Druckfreigabe, Chargenproduktion, Vernichtung von Beständen — sind die Ergebnisse durch eine fachkundige Person zu validieren.
Häufige Fragen
- Können mehrere Artikel gleichzeitig geprüft werden?
- Ja. Neben der Einzelprüfung gibt es eine Massenverarbeitung, mit der sich größere Mengen Etiketten in einem Durchgang prüfen lassen — etwa bei einer Sortimentsrevision.
- Lassen sich Ergebnisse an die Agentur weitergeben?
- Ja. Der Bericht steht als PDF zur Verfügung und kann mit dem eigenen Logo versehen werden. Die Einzelergebnisse gibt es zusätzlich als Excel-Tabelle.
- Wie werden Mitarbeitende und Rechte verwaltet?
- Zugriffe lassen sich je Person auf einzelne Funktionsbereiche beschränken. Prüfungen sind dem jeweiligen Konto zugeordnet und für berechtigte Rollen einsehbar.
- Was passiert mit den hochgeladenen Etiketten?
- Sie werden dem jeweiligen Konto zugeordnet gespeichert, damit Prüfungen nachvollziehbar bleiben und erneut aufgerufen werden können.
Prüfen Sie ein Etikett aus Ihrem laufenden Sortiment und vergleichen Sie das Ergebnis mit Ihrer internen Freigabe.
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